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| Meine Ansicht von unten auf die Oberfläche | |
Ich bitte den Leser darum sich auf einen gedanklich weiter entfernten Ort zu begeben. Das bedeutet, dass man sich nicht als Teil der Gesellschaft sehen darf und nur als Außenstehender die Begebenheiten und Tatsachen objektiv zu beurteilen. Um ihnen (dem Leser) nun meine Gedanken näher zu bringen werde ich Figuren erfinden um sich das besser vorstellen zu können und das alles anonym zu halten. Alle Beispiele sind Abwandlungen von wahren Begebenheiten. Soweit der Prolog dieser Kolumne. Also es dreh sich im Großen und Ganzen um die Oberflächlichkeit eines jeden Einzelnen in Hinblick auf seine gesellschaftlichen Kontakte. Diese Tatsache wird bei jedem von uns durch drei Hauptfaktoren verursacht. |
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| 1. Evolution 2. Medien 3. Gesellschaft |
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| Medien und Gesellschaft scheinen auf den ersten Blick ähnlich aber ich werde
diese zwei Punkte klar differenzieren. |
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| 1. Evolution |
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| Nun zum ersten
Punkt. Die Rasse Mensch hat sich körperlich immer nur durch die Wahl des
richtigen Partners verbessert. Das ist ein wichtiger Teil der Evolution und ist
in unseren Wurzeln verankert. Somit wurde der Fortbestand der Rasse gesichert.
Natürlich haben wir dieses Problem heute nicht mehr. Nur unser Stammhirn
verleitet uns dazu gesunde, gut aussehende Menschen als Partner zu nehmen. Es
ist eine gar primitive Art der Partnerwahl. Deswegen möchten einige Menschen das
ablegen und behaupten, dass sie ihre Partnerwahl nur auf den Charakter ihres
Gegenübers reduzieren. Nun werde ich ein kompliziertes Beispiel nennen das sehr
schwer zu verstehen ist wenn man nicht geübt in solchen Denkensweisen ist. Darum
bitte ich darum, die Kolumne „Das anthrophische Prinzip“ von mir auf
www.tuntenLAN.de zu lesen falls ihr etwas üben wollt.
Wir stellen uns vor, eine normal schlanke Frau sieht einen jungen Mann und spricht ihn in einer Kneipe an. Der Mann gibt ihr etwas aus und nach einer Weile kommt der dicke Bruder des Mannes vom Klo zur Bar und mischt sich in die Unterhaltung ein. Irgendwie kommen die drei nun auf das Thema Aussehen. Die Frau will sich nicht vor dem neu kennen gelernten Mann blamieren und behauptet felsenfest, dass ihr das Aussehen eines Mannes egal sei. Natürlich kann ihr das niemand widerlegen, da niemand weiß was in anderen Menschen vorgeht. Ich kann das auch nicht da ich nur Beobachter bin und nur sehe was tatsächlich passiert. Aber nun spielen wir das alles noch einmal zum Anfang und tauschen die zwei Brüder miteinander aus. Was ist jetzt anders? Ich behaupte einfach, dass wir es diesmal wieder nicht schaffen der Frau einen peinlichen Kommentar über Dicke zu entlocken, da dieses Gespräch niemals stattfinden würde. Um den Punkt noch einmal zusammenzufassen: Primitives Denken wird in unserer Gesellschaft als ein Zeichen von Dummheit angesehen. Darum ist Oberflächlichkeit bei uns ebenfalls so ein Zeichen. Niemand wird deshalb zugeben, dass er so denkt. Auch wenn wir uns als Beobachter des Geschehens davon distanzieren wollen, heißt das nicht das nicht Sie (lieber Leser) oder ich davon ausgenommen sind. Das
passiert alles auf einer Ebene, die wir selbst nicht beeinflussen können da es
ein Teil unserer evolutionären Vergangenheit ist. |
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| 2. Medien |
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| Ich
möchte mich hier kurz halten. Der Sachverhalt ist hier ziemlich klar „Sex
Sells“. Das basiert wieder auf der Tatsache die ich schon bei 1. geschildert
habe. Aber die Medien treiben das alles ad absurdum. Es werden Supermenschen
kreiert, welche durch technische und medizinische Tricks hochgezogen wurden um
Produkte zu verkaufen oder um Musik für die Massen interessant zu machen.
Otto-Normalverbraucher hat keine Chancen diese hohen Ideale zu erreichen, aber
er wird dadurch ihn seiner Wahrnehmung verändert. Unser Schönheitsideal basiert
nun nicht mehr auf normalen gesunden Menschen sondern auf Supermodels. Wer mag
einem Kind verübeln, dass sein Leben lang Serien wie „BayWatch“ gesehen hat,
sich in seiner Einstellung zu Schönheit verändert zu haben?
Egal was
die Leute sagen mögen, niemand möchte eine alte dicke hässliche Moderatorin bei
der Wetteransage! |
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| 3. Gesellschaft |
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| Bei diesem Gesichtspunkt
möchte ich gerne auf ein altes Märchen zurückgreifen „Des Kaisers neue Kleider“.
Ich möchte hier gleich mit dem Beispiel beginnen. Nehmen wir nun einmal an, es
gibt zwei Freunde namens Peter & Klaus. Peter hat eine alte Sonnenbrille aus den
70´ern. Die Brille ist ein Erbstück. Doch sein Freund meint, dass er damit
lächerlich aussehe und bat ihn darum sie nicht weiter zu tragen. Peter bestand
aber darauf und setzte sie sich auf. Klaus ging daraufhin etwas von ihm weg und
tat so als würde er Peter nicht kennen, da er ihm peinlich war und sein cooler
Ruf auf dem Spiel stand.
Was will ich nun damit ausdrücken? Nun zuerst muss ich anmerken, dass es Klaus eigentlich egal war welche Brille Peter trägt da die beiden bereits sehr lange gute Freunde sind. Es kam nur dazu weil Klaus sein Image bei den anderen in Gefahr sah. Jetzt frage ich, wer eigentlich oberflächlich ist in dieser Situation. Ist es Klaus? Nein, denn ihm ist es egal was sein Freund für Brillen trägt. Oder ja, da er die Meinung der Gesellschaft über seine eigene stellt. Sind es die anderen Leute in seiner Klasse? Nein, da wir gar nicht wissen wie sie reagiert hätten. Aus diesen Antwortmöglichkeiten folgere ich eine Sache die wiederum mit dem Märchen zu tun hat. Es ist die Angst davor durch seine eigene Meinung sich von der Gesellschaft zu unterscheiden und sich dafür rechtfertigen zu müssen. Wenn aber nun jeder so denkt? Haben wir denn dann nicht alle Angst vor einem großen Gespenst des Unverständnisses der Anderen das nicht existiert? Danke fürs lesen und ich hoffe ich habe mich
nicht mit der Rechtschreibung zusehr verhaun ^^. i-net rulz xD |
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| brAndk0qf 17. 10. 2005 |